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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.019 mal aufgerufen
 picpicDies & Das
admin Offline

Administrator


Beiträge: 2.171

07.05.2004 10:36
Tunesierin macht ärger? Antworten

nicht unbedinngt so wie es sich anhört .. hab diesen Bericht gerade gelesen ..

Noura Rouchou, 50, will nicht barhäuptig unterrichten. Ihr Kopftuch tauschte die Arabischlehrerin in Wolfsburg aber listig gegen ein breites Stirnband. Nun hat das Kultusministerium ein Problem: Ist das noch modisch zulässig, oder verstößt die Tunesierin schon gegen das Kopftuchverbot im neuen Schulgesetz?

Bis Anfang des Jahres hat Noura Rouchou an Wolfsburger Schulen Arabisch unterrichtet. Mit Kopftuch. Damit ist es jetzt vorbei. Noch bevor der niedersächsische Landtag das Kopftuchverbot für Lehrerinnen beschlossen hatte, verzichtete die 50-jährige Tunesierin im Klassenraum auf das umstrittene Kleidungsstück.
"Dieser Schritt war sehr schmerzhaft für mich", sagt Rouchou. Erst vor eineinhalb Jahren habe sie sich nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Islam und einer Pilgerfahrt nach Mekka dazu entschlossen, ein Kopftuch zu tragen. Zuvor hatte sie fast 15 Jahre lang barhäuptig unterrichtet. Dennoch habe sie sich mit Rücksicht auf die Kopftuchdebatte entschlossen, das Kopftuch abzulegen, erklärte sie gegenüber SPIEGEL ONLINE. Außerdem hätten sich Eltern, deren Kindern Rouchou muttersprachlichen Arabischunterricht erteilt, über das Kopftuch beschwert, heißt es zudem bei der zuständigen Bezirksregierung in Braunschweig.

So weit, so gut. Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Ganz will die gläubige Muslimin nicht auf eine Kopfbedeckung verzichten. Ihre Haare hält sie auch weiterhin - zumindest teilweise - vor unerwünschten Blicken verborgen. Der Trick: Ein breites Stirnband, eine Art Schal, leistet, was nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung dem Kopftuch künftig verwehrt wird.

"Von vorne sind keine Haare zu sehen", freut sich Rouchou. Dass der Kopf nicht gänzlich bedeckt ist, störe sie im Unterricht wenig: "Meine Schüler sind für mich längst so etwas wie meine eigenen Kinder." Nur weil Männern in das Klassenzimmer blicken könnten, trage sie das Stirnband. "Ich habe die Schulleitung um einen neuen Raum gebeten. Wenn ich ein Klassenzimmer ohne Fenster zur Straße bekomme, unterrichte ich auch ohne Kopfbedeckung", lautet ihr Kompromissangebot.

Wenig Begeisterung bei den Schulbehörden

Die zuständigen Stellen zeigen sich vom Einfallsreichtum der Lehrerin äußerst irritiert. Schulleiter Jürgen Kluth von der Hauptschule in Wolfsburg-Westhagen, an der Rouchou unterrichtet, mag sich zu dem ganzen Fall mittlerweile überhaupt nicht mehr äußern. Örtlichen Medien hatten zuvor berichtet, er habe sich gegenüber der Lehrerin mit dem griffigen Satz "Ich will Ihre Haare sehen!" geäußert - ein Missverständnis, wie er versichert.
Die Entscheidung liegt aber ohnehin nicht mehr in den Händen des Schulleiters. Längst hat sich die Bezirksregierung in Braunschweig des Falles angenommen und die Lehrerin zu einem dienstlichen Gespräch einbestellt. "Frau Rouchou ist dabei das vollständige Bedecken ihrer Haare durch ein Kopftuch oder eine alternative Kopfbedeckung untersagt worden", berichtet Pressesprecherin Anke Sonnenburg.

Im Klartext bedeutet das offenbar: Bis zur endgültigen Entscheidung durch das niedersächsische Kultusministerium darf die Lehrerin ihr Stirnband weiterhin tragen. Schließlich bedeckt es ihr Haar nur teilweise.

Ob Noura Rouchou mit ihrem modischen Widerstand gegen das Kopftuchverbot allerdings bei ihrem obersten Dienstherren Erfolg hat, ist zweifelhaft. Entscheidend sei nicht, ob eine Lehrerin ein Kopftuch trage, sondern ob "das äußere Erscheinungsbild Zweifel daran weckt, dass die Lehrerin ihren Bildungsauftrag überzeugend vermittelt", zitiert Georg Weßling, Sprecher des Kultusministeriums in Hannover, aus der neuen Fassung des Schulgesetzes.

Auch keine "Bhagwangewänder und Uniformen"

Der Satz richte sich nicht gegen ein bestimmtes Kleidungsstück, versichert Weßling. Auch "Bhagwangewänder oder Uniformteile" würden sich mit dem Bildungsauftrag der niedersächsischen Schulen nicht vertragen. Zudem komme das Wort Kopftuch im Gesetz überhaupt nicht vor.
Im Ministerium ist man vor allem über den Zeitpunkt der Auseinandersetzung überrascht: "Wir hatten eigentlich erwartet, dass das Gesetz erst bei Neueinstellungen in den Schuldienst aktuell wird", sagt Weßling. In diesem Punkt trifft er sich mit Noura Rouchou, die sich Sorgen um die nächste Generation muslimischer Frauen in Niedersachsen macht. "Jetzt bin ich die einzige Wolfsburger Lehrerin mit Kopftuch, aber in der nächsten Generation werden es viel mehr sein."

Noch aus einem anderen Grund kommt der Fall der Landesregierung sehr ungelegen. Die Gesetzesänderung, die als Rechtsgrundlage für das Kopftuchverbot dient, ist derzeit noch gar nicht in Kraft. "Die Verkündung im Gesetzblatt steht noch aus", bestätigt Georg Weßling.

Doch das wird bis Anfang Juni geschehen. Man kann sich leicht ausrechnen, dass Noura Rouchou spätestens dann ein Problem mit ihrem Behelfs-Kopftuch bekommen wird. Doch auch für diesen Fall hat sie vorgesorgt. Als letzten Ausweg, so sagt sie, würde sie sich auch eine Perücke aufsetzen, um ihren Kopf zu bedecken - ähnlich wie Studentinnen in Ankara oder Istanbul, die bisweilen mit diesem Trick das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten umgehen.



"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." by Albert Einstein


soullady Offline




Beiträge: 1.063

07.05.2004 19:13
#2 RE:Tunesierin macht ärger? Antworten

GROSSEN respekt vor dieser frau!!!!

finde ich echt helden haft!! sie kämpft für das was sie ist!!! ich weiss nicht was die leute für ein prolem damit haben!! bekommen die keine luft wenn die daneben steht und jemand ein kopf trägt oder wie??? ich will mich gar nicht viel darüber ärgen weil es eh keinen sinn hat!!!

aber admin ich wäre dir echt dankbar wenn du weiter berichten würdest wies weiter ging!!! DANKE

super artikle
mimp

admin Offline

Administrator


Beiträge: 2.171

07.05.2004 22:43
#3 RE:Tunesierin macht ärger? Antworten

ich bleib drann. ist allerdings schwer, jeden tag neue ereignisse, Steuern, Öko müll, EU, Irak, nahost, wahlen, bla bla.. da gehen solche "kleinigkeiten" schnell unter..



"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." by Albert Einstein


darkangel Offline




Beiträge: 1.189

07.05.2004 23:04
#4 RE:Tunesierin macht ärger? Antworten

Der Artikel ist echt suuper Interessant. Ich hoffe, dass hierzu noch mehr Infos kommen ...
Ich werde der Frau aber auf jeden Fall alle Daumen, Finger, Fusszehen...ehhh, naja alles drücken.


Cu

admin Offline

Administrator


Beiträge: 2.171

09.05.2004 07:16
#5 RE:Tunesierin macht ärger? Antworten

das eine oder andere Solltest Du vielleicht nicht drücken.. so beim Hals wäre ich etwas vorsichtiger

ich finde auch dass man der Frau die daumen drücken soll..



"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." by Albert Einstein


soullady Offline




Beiträge: 1.063

21.03.2005 12:09
#6 RE:Tunesierin macht ärger? Antworten

sag mal admino wie gings da eigendlcih weiter????
souly

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