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 picpicDies & Das
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Beiträge: 2.171

11.10.2004 16:53
Das Frauenmagazin der Qaida Antworten

das war der titel eines Spiegel berichtes den ich gerade gelessen hab..

ZUM BERICHT .. nun, ich kann dem ganzen nicht so folgen, vor allem nicht die vermutungen über PR pläne etc. der journalist hat zwar einen arabischen namen, scheint mir sich aber nicht so recht mit der arabischen Mentalität vertraut zu sein..

bei solchen artikel geben die leider nie direkte links, und unter al-khansa hab ich nur http://www.el-khansa.org auswendig machen können. (die com domaine ist noch zu verkaufen falls jemand interesse hat ;-).. jedenfalls fand ich auf al-kansa.org nichts schlimmes.. ist eine Site für Frauen die sich eher viel mit wohltätigkeit beschäftigt und einer vernünftigen stellung der Frau in unsere gesellschaft durch aufklärung versucht zu erreichen. vielleicht meinen sie ja auch eine andere seite die ich nicht gefunden hab.

ich kopier den artikel mal hier als backup rein

In Antwort auf:
Ein neues Online-Magazin des Terrornetzes al-Qaida bringt Frauen bei, wie sie ihre angeschossenen Männer versorgen, ihre Kinder zum Dschihad erziehen und sich selbst für den Krieg körperlich fit machen können.Berlin - "Lege dich ausgestreckt auf deinen Bauch auf den Boden", beginnt die Anleitung. "Dann stemme deinen Körper in Gänze nach oben, indem du deine Hände ... zu Hilfe nimmst." Mit diesen Worten erklärt Umm Miqdad ihren Leserinnen, wie Liegestütze funktionieren. Denn Liegestütze, so Umm Miqdad weiter, sind wichtig: Sie sind Teil der "Vorbereitung für den Dschihad", in dem die "Frauen eine wichtige Rolle spielen, die derjenigen der Männer in nichts nachsteht".

Dieser Textauszug entstammt dem Online-Magazin "al-Khansa", das Ende August zum ersten Mal erschien. Veröffentlicht wurde es vom "Fraueninformationsbüro auf der Arabischen Halbinsel" - mit rosafarbenem Coverbild und der Titelgeschichte "Hindernisse auf dem Weg der Dschihad-treibenden Frau". Es handelt sich dabei, daran lassen die Autoren und Autorinnen ebenso wenig Zweifel wie internationale Terrorexperten, um ein Magazin aus dem Dunstkreis des Terrornetzwerks al-Qaida, das sich explizit an Frauen richtet. Dass die Namen der Autorinnen allesamt aus Sippen der Arabischen Halbinsel stammen, spricht dafür, dass vor allem Frauen in Saudi-Arabien angesprochen werden sollen.

Der Titel der 23-seitigen Publikation ist dabei Programm. Al-Khansa war eine arabische Dichterin aus der Entstehungszeit des Islam. Als Heidin geboren, konvertierte sie zur neuen Religion und schenkte dem Propheten Mohammed vier ihrer Söhne im bewaffneten Kampf, ihr Schicksal beweinte sie anschließend in klassischer Gedichtsform. Wie eine "al-Khansa der Gegenwart", heißt es in einem Einleitungstext, ist die ideale Mudschahida von heute.

Sittengemälde einer Dschihadisten-Ehe
Mit Emanzipation durch Terrorismus hat das alles nichts zu tun. Zwar wird auch die Notwendigkeit betont, dass Frauen mit Waffen umgehen können, aber grundsätzlich zeichnen die Autorinnen das Sittengemälde einer Dschihadisten-Ehe - inklusive Arbeitsteilung. "Die Muslimin", heißt es da zwar, "ist eine Mudschahida zu jeder Zeit und an jedem Ort", aber vor allem "indem sie den Dschihad finanzieren hilft, nach ihrem Dschihad treibendem Ehemann schaut und die Kinder in dem Sinne erzieht, den Gott vorgeschrieben hat". Die "Erziehung der Kinder zum Dschihad" beginnt übrigens bereits, "wenn die Kinder noch im Bauch ihrer Mutter sind".
Die Hauptmission der Frau ist "al-Khansa" zufolge, die Verderbtheit der Gesellschaft zu bekämpfen und Anstand und Moral hochzuhalten. Zu diesem Zweck muss sie ihr Unwissen über die islamischen Quellen vermindern, das eines der größten "Hindernisse auf dem Weg der Dschihad-treibenden Frau" ist. Aber auch der Umgang mit Waffen ist für eine Frau unerlässlich zu lernen; zumindest in verteidigender Funktion muss sie unter Umständen am bewaffneten Kampf teilnehmen. Aus diesem Grund empfehlen die Autorinnen die oben beschriebenen Übungen, und zusätzlich den "maßvollen Umgang mit Essen und Trinken", das "Achten auf das Körpergewicht", und "freiwillige Fastentage".
Schere, Löffel, Jodtinktur
Hilfreiche Anleitungen gibt es auch für die Ehefrauen von aktiven Dschihadisten: In einem virtuellen Erste-Hilfe-Kurs lernen sie, wie man Verwundungen versorgt, wenn der Mann angeschossen oder verletzt nach Hause kommt. Die entsprechende Rubrik heißt "Rafidas Zelt", in Anlehnung an eine historische Muslimin namens Rafida, die "das erste Feldlazarett der islamischen Geschichte" aufgebaut habe. Der Inhalt des Kursus ist banal: Wichtig sei, vor jedem Schritt Gottes zu gedenken. Das zweitwichtigste: "den Verletzten am Leben erhalten". Im Haus haben soll die Mudschahida für solche Fälle unter anderem Schere, Löffel und Jodtinktur.

Vor "al-Khansa" hat die saudische Filiale der Qaida zwei Online-Magazine erfolgreich etablieren können: "Sawt al-Dschihad" ("Die Stimme des Dschihad") und "Ma'askar al-Battar" ("Das Trainingscamp des al-Battar") gibt es beide seit rund einem Jahr. Sie erscheinen alle zwei Wochen. Ersteres gibt vor allem einen ideologischen Rahmen für Qaida-Aktivitäten vor, letzteres beinhaltet waffenkundliche und militärstrategische Artikel, die bis zu Anweisungen zum Gründen und Führen von Terrorzellen reichen.

"Die Stimme des Dschihad" und "Das Trainingscamp" werden jeweils von Zehntausenden aus dem Internet heruntergeladen und weiterverbreitet. Sie sind durchaus ernst zu nehmen - nicht zuletzt, weil sich darin Bekennerschreiben zu Anschlägen finden und Videos und Audiotapes von Osama Bin Laden und seinem Stellvertreter Aiman al-Sawahiri angekündigt werden. Zu den Autoren zählen wohlbekannte Terroristen, wie zum Beispiel, bis zu seinem Tod im Sommer, der saudische Qaida-Chef Abd al-Aziz al-Mukrin.

Viele Elemente der anderen Terror-Magazine fehlen indes bei "al-Khansa". Das gilt selbst, wenn dort ein Text des getöteten Qaida-Kaders Yusuf al-Uairi abgedruckt ist, was - neben dem ähnlichen Layout - auf eine Verbindung der Autoren des Frauenmagazins zu denjenigen der anderen beiden Publikationen schließen lässt.
Ein Frauenmagazin als PR-Maßnahme?
Qaida-Experten halten es deshalb keineswegs für ausgeschlossen, dass es sich bei dem Frauenmagazin um eine PR-Maßnahme handelt, deren Botschaft - an den Westen und die Sympathisanten zugleich gerichtet - lautet: Das Terrornetzwerk wächst und gedeiht. Vor allem der Erste-Hilfe-Kurs ist geeignet, Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Publikation zu wecken: Zu genau passt er in das Kalkül der Terroristen und Terrorsympathisanten in Saudi-Arabien - nämlich zu suggerieren, dass bereits ganze Armeen von Dschihad-bereiten Saudis nur auf das Signal für ihren Einsatz warten und dann nach großen Schlachten blutend nach Hause wanken werden. In Wahrheit dagegen gilt gerade der saudische Ableger der al-Qaida wegen etlicher Todesfälle und Verhaftungserfolge der saudischen Sicherheitsbehörden als erheblich geschwächt.
Abgesehen davon ist es schwer vorstellbar, dass die Frauen, an die sich das Magazin angeblich wendet, über einen eigenen Internetzugang verfügen, um sich das Material auch herunterzuladen. Die landläufige Dschihadistenehe sieht solche weiblichen Freiheiten nicht vor, zumal die Erfahrung zeigt, dass die meisten aktiven Kämpfer kein geregeltes Familienleben haben und eher im Kreise ihrer Kameraden hausen. Drittens schließlich sind die Autorinnen von "al-Khansa" vollkommen unbekannt, ihre angeblichen Namen aber zugleich derart unverfänglich gewählt, dass sie nicht identifizierbar sind. Mit Absicht? Es ist denkbar, dass sie allesamt nur ausgedacht sind und Männer hinter den Texten stecken.

Monatliches Erscheinen angekündigt
Qaida-Aktivisten haben in der Vergangenheit bestätigt, dass sie sehr genau verfolgen, was die westliche Presse über sie schreibt und welche Quellen sie rezipiert. Der "Cyber-Dschihad" und die Verwirrung westlicher Medien und Geheimdienste durch immer neue Gruppennamen und Publikationen gelten ihnen als wichtige Elemente ihrer Medienstrategie. "Al-Khansa" passt in solche Überlegungen hinein - und wenn tatsächlich eine saudische Frau auf eine der Internetseiten gelangt, auf denen das Magazin abgelegt ist, schadet das ihrer Sache nicht.

Ein genaueres Bild vom Grad der Authentizität wird man sich machen können, wenn die zweite Ausgabe von "al-Khansa" erscheint. Im Moment aber sieht es nicht danach aus: Als die erste Nummer Ende August erschien, wurde ein monatlicher Erscheinungsrhythmus angekündigt. Bis heute ist die zweite Ausgabe überfällig.





"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." by Albert Einstein
"Wer sich mir anschließt, muss bereit sein, auf der nackten Erde zu schlafen, grobe Kleider zu tragen, von anspruchsloser Nahrung zu leben und sein Klo selber zu säubern" by Gandhi






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