ich bin super froh, das ich nicht auf taube Ohren gestoßen bin!! Ich danke euch das ihr euch ein wenig Zeit genommen habt und es gelesen habt! Es ist noch nicht zu spät für AMINA...und ich wünsche ihr so sehr,das die Anhörung gestern für sie glücklich ausgegangen ist! Setzt euern Namen auf die Liste und kopiert den Beitrag und sendet sie als E-Mail weiter!!!!!! ich glaube, aus kleinen Schritten wird ein großer!
WER KÄMPFT KANN VERLIEREN! WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN
@donia22 ich habe da eine frage mein mann hat die kopien in die arbeit gebracht und viele die einen pc haben werden noch heute ihre unterschrift geben doch einige haben gefragt ob man das auch per post oder fax irgendwo schicken kann da manche arbeitskollegen keinen pc haben aber trotzdem ihre stimme geben wollen würde mich freuen wenn du da eine möglichkeit findest danke isch guge
Dein Mann oder Du könnt doch die Namen der arbeitskollegen eintragen ?Ich glaube nicht dass das verboten ist(natürlich mit einverständniss derjenigen). So hab ich es auch für eine Freundin gemacht.
„Ich bitte Gott, dass er mich befreit“ Ein Gericht verurteilte die nigerianische Moslemin Amina Lawal wegen einer außerehelichen Beziehung zum Tod durch Steinigung Abuja - „Ich komme aus einem kleinen Dorf, wie können Sie von mir erwarten, dass ich weiß, was eine Miss World ist?“ Amina Lawal spricht Haussa, eine der wichtigsten Sprachen Nigerias. Sie kam in die Hauptstadt Abuja, um eine Delegation der Organisation „Hands Off Cain“ zu treffen, die sich seit zehn Jahren für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.
Amina Lawal ist 31 Jahre alt und Moslemin. Am 22. März wurde sie von einem islamischen Gericht von Bakori in Katsina im Norden Nigerias zum Tode durch Steinigung verurteilt. Das Verbrechen, das man ihr zur Last legte: Ehebruch, der Beweis: ihre kleine Tochter Wasila, die unehelich zur Welt gekommen ist. Mit Hilfe einer Gruppe, die sich für die Rechte der Frauen in Nigeria einsetzt, konnte Amina Lawal vor dem islamischen Gericht in Funtua Berufung einlegen. Doch der Antrag wurde im vergangenen August abgelehnt. Nach dem Gesetz wird Amina Lawal im Jahr 2004 hingerichtet, nachdem sie ihre Tochter entwöhnt hat.
Der Dolmetscher, ein junger Rechtsanwalt, der Amina Lawals Fall vertritt, versucht ihr zu erklären, was ein Schönheitswettbewerb ist; Und dass Menschen in aller Welt aus Solidarität mit ihrem Fall zu einem Boykott der Miss-Wahl aufgerufen haben. „Jetzt verstehe ich. Diese Mädchen sind Frauen wie ich. Wenn Sie mich fragen, lasst sie ruhig nach Nigeria kommen: vielleicht kommt ja etwas Gutes dabei heraus.“ Dies sagte Amina Lawal einige Wochen vor der Ankunft der Miss-World-Kandidatinnen in Abuja im vergangenen Oktober, bevor die Situation außer Kontrolle geriet. Denn die weltweiten Proteste um den Fall Amina Lawal fanden mit einem Mal ihren Widerhall in Nigeria selbst: Radikalislamische Gruppen gingen gegen die „unanständige Zurschaustellung von Unbekleideten“ – und das noch im Fastenmonat Ramadan – auf die Barrikaden. Die Miss-Wahlen wurden nach anhaltenden Unruhen zunächst verschoben und schließlich nach London verlegt. In Abuja hat Eleonora Zamparutti mit Amina Lawal gesprochen.
DIE WELT: Waren Sie jemals verheiratet?
Amina Lawal: Als ich das erste Mal geheiratet habe, war ich 14 Jahre alt. Ich hatte zwei Töchter. Dann bekam mein Ehemann Schwierigkeiten und verließ mich. Später habe ich wieder geheiratet und bekam einen Sohn. Mein zweiter Mann wollte mir verbieten, meine Eltern zu sehen, deshalb habe ich ihn verlassen. Danach habe ich eine Beziehung mit einem Mann aus meinem Dorf angefangen. Aus dieser Verbindung stammt meine Tochter Wasila.
(Anm. d. Red.: Yahaya Muhammad, der Vater des Kindes, hat auf den Koran geschworen, dass er Amina zwar kenne, dass er aber niemals eine Beziehung mit ihr gehabt habe – Eine Erklärung, die ausreichte, ihn frei von jeder Schuld und Beweislast zu sprechen.)
DIE WELT: Welchen Mann haben Sie am meisten geliebt?
Lawal: Ich habe sie alle drei geliebt. Ich kann nicht sagen, das ich einen von ihnen bevorzuge. Und alle drei liebten mich ebenfalls sehr.
DIE WELT: Wie kam es zu Ihrer Verhaftung?
Lawal: Von Anfang an fühlte ich mich nicht wohl. Ich wusste sofort, dass ich schwanger war. Als mein Bauch immer größer wurde, haben Soldaten aus meinem Dorf mich angezeigt. Jeder kennt jeden in Kurami.
DIE WELT: Was empfinden Sie gegenüber ihren Anklägern?
Lawal: Ich fühle ihnen gegenüber nichts. Was sie getan haben, ist ihre Sache. Ich bin nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig.
„Ich bitte Gott, dass er mich befreit“ (2) DIE WELT: Was haben Sie gedacht, als Sie erfuhren, dass Sie zum Tode durch Steinigung verurteilt sind?
Lawal: Alles, was geschehen ist, ist Gottes Wille. Das ist meine Überzeugung: Gott entscheidet über mein Schicksal.
DIE WELT: Glauben Sie, es gibt eine Möglichkeit, Ihre Zukunft zu verändern?
Lawal: Ich glaube nicht, dass ein Mensch sein Schicksal abwenden kann. Nur Gott kann das.
DIE WELT: Was denken Sie über die Leute, die Kampagnen gegen die Todesstrafe führen?
Lawal: Sie haben sich entschlossen zu kämpfen, weil sie es für richtig halten. Was sie tun, ist gut, und ich hoffe, Gott wird ihnen helfen.
DIE WELT: Sie sind nach moslemischem Recht verurteilt worden, weil man Sie des Ehebruchs bezichtigt. Werden Sie weiterhin an Ihre Religion glauben, obwohl Sie für sie sterben sollen?
Lawal: Was auch immer mir geschieht, der Islam ist das Höchste.
DIE WELT: Was bedeutet Allah für Sie?
Lawal: Gott ist alles. Mein Glaube verbietet mir, etwas anderes zu sagen. Ich wäre blasphemisch.
DIE WELT: Präsident Obasanjo hat erklärt, keine Frau werde jemals mehr in Nigeria gesteinigt. Was denken Sie über dieses Statement?
Lawal: Ich kann nicht lesen, aber man hat mir erzählt, was er gesagt hat. Nach allem, was ich weiß, ist er ein guter Mann, der versucht, was er kann, um mir zu helfen.
DIE WELT: Was wünschen Sie sich?
Lawal: Ich habe keine Wünsche. Ich hoffe nur, dass Gott in diesem schwierigen Fall auf mich lächeln möchte.
DIE WELT: Haben Sie Albträume?
Lawal: Ich weiß, was Albträume sind, aber ich habe keine. Ich habe keine Angst vor der Zukunft.
DIE WELT: Woher nehmen Sie Ihre Kraft?
Lawal: Ich weiß nicht, ob ich wirklich so stark bin. Ich führe mein Leben weiter. Ich kümmere mich zuallererst um meine Kinder.
DIE WELT: Wie denken Ihre Eltern über Ihre Situation?
Lawal: Ich habe meinen Vater verloren. Meine Mutter macht sich Sorgen.
DIE WELT: Wie glauben Sie, wird die Zukunft für Sie und Ihre Tochter aussehen?
Lawal: Ich weiß, dass es gut ausgehen wird. Menschen aus aller Welt zeigen ihre Solidarität. Alles wird in Ordnung kommen, auch für meine Kinder.
DIE WELT: Wie verbringen Sie ihre Tage?
Lawal: Ich kümmere mich um das Haus und um meine Tochter.
wenn dieses Aussagen wirklich aus ihrem Herzen stammen, dann ist diese Frau so reich und glücklich wie es sich nur wenige vorstellen können. Wobei ich die Todesstrafe in keinster Weise befürworte, sie ist grausam und es steht einfach keinem Menschen zu über das Leben oder den Tod zu richten. Was mich aber wirklich erschüttert - ist die Tatsache, dass der Mann mit dieser einfachen Aussage für den Moment davon gekommen ist. Den einem islamischen Gericht müsste klar sein, dass ein Kind immer einen Vater hat und es steht nichts im Weg einfach einen Vaterschaftstest durchzuführen. Wobei ich am Tag des jüngsten Gerichts auch nicht mit diesem Mann tauschen möchte, er wird seine Strafe bekommen, dafür das er gelogen hat, Unzucht betrieben und einem Kind die Mutter genommen hat.
Die Aussage des nigerianischen Präsidenten finde ich wirklich sehr beachtlich, nur muss er sie jetzt noch umsetzen und genau darin besteht die große Gefahr für das Land. Dieses Land ist religiös geteilt und es kann sogar zu einem Bürgerkrieg kommen, weil beide Seiten auf ihrer Meinung bestehen. Der Islam wird in den letzten Jahren dort immer mehr zu einer radikalen Religion. Bis dahin lebten die verschiedenen Religionen friedlich nebeneinander und es gab wenig Probleme.
Fakt ist, dass zumindest das Gericht sehr ignorant gehandelt hat, ob das Urteil nach Sunna und Koran so richtig ist, wage ich einfach mal anzuzweifeln. Denn ein Kind hat nun einmal Vater und Mutter, wenn es also Unzucht ist, dann müssen auch Beide gleichermaßen dafür bestraft werden, ansonsten ist ein Urteil nur ungerecht. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ WonderWoman Wenn Allah will, dass Du an einem bestimmten Ort stirbst, dann gibt er Dir einen Grund, an diesen Ort zu gehen.
Die für den 03.06.2003 angekündigte Anhörung vor dem Berufungsgericht des Bundesstaates Katsina ist auf August 2003 verschoben worden. ai steht in engem Kontakt mit Lawals rechtlichen Vertreterinnen und Vertretern. In den vergangenen Wochen war die irrtümliche Nachricht verbreitet worden, dass Amina Lawal am 3. Juni 2003 gesteinigt werden soll.
Das ist alles was ich gefunden habe, ich schau jedes mal auf die Seite und sag euch bescheid, sobald es etwas neues gibt!
Damit das Thema, das ich immer noch sehr wichtig finde nicht in vergessenheit gerät, habe ich mich nochmal schlau gemacht und kopiere den neusten Bericht von Amnesty International kommentarlos ein!!!! NIGERIA / Todesurteil gegen Amina Lawal
5. Juni 2003
Die Anhörung im Fall Amina Lawal, die am 3. Juni vor dem Sharia-Berufungsgericht von Katsina hätte beginnen sollen, wurde auf den 27. August 2003 vertagt.
Begründet wurde diese Entscheidung mit der fehlenden Beschlussfähigkeit des Richtergremiums - zwei zuständige Richter sollen für ad-hoc-Tribunale, die nach den Wahlen im April und Mai 2003 eingerichtet worden waren, abberufen worden sein. ai geht davon aus, dass das Recht von Amina Lawal auf ein faires Verfahren derzeit respektiert wird, fordert jedoch, dass ihr Berufungs-Prozess so schnell wie möglich fortgesetzt wird. Frau Lawal befindet sich nicht in Haft und wird u.a. durch prominente Anwältinnen und eine Koalition nigerianischer Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, mit denen ai in engem Kontakt steht, vertreten.
Gemäß der nigerianischen Verfassung hat der nigerianische Staatspräsident in allen Todesstrafenfällen am Ende sämtlicher Berufungsverhandlungen die Möglichkeit der Begnadigung. Derzeit befindet sich der Fall Lawal allerdings noch nicht auf der Ebene der nationalen Höchstgerichte, d.h., wenn das Todesurteil im August bestätigt werden sollte, stehen Amina Lawal noch weitere Berufungsmöglichkeiten offen. ai ruft die nigerianische Regierung auf, sämtliche Todesurteile sowie alle grausamen, unmenschlichen Strafen, wie sie im Rahmen der "Scharia-Gesetze" verhängt werden, aufzuheben und die Todesstrafe grundsätzlich abzuschaffen. Amina Lawal wurde am 22. März 2002 durch das Scharia-Gericht in Bakori im nordnigerianischen Bundesstaat Katsina zum Tod durch Steinigung verurteilt, weil sie als geschiedene Frau ein Kind geboren hatte, was nach der dort geltenden Scharia-Gesetzgebung den Tatbestand des "Ehebruchs" darstellt. Der Mann, der nach ihrer Aussage der Vater ihrer kleinen Tochter ist, stritt vor Gericht jegliche sexuelle Beziehung zu ihr ab - gegen ihn wurde daraufhin keinerlei Klage erhoben, während Amina Lawal, die in der ersten Verhandlung keinerlei rechtlichen Beistand hatte, zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde. Sie legte gegen dieses Urteil Berufung ein - diesmal mit Hilfe eines Rechtsanwaltes. Am 19. August 2002 bestätigte das Scharia-Berufungsgericht von Funtua das ursprüngliche Todesurteil.
Islamisches Berufungsgericht in Nigeria hebt Steinigungsurteil für vierfache Mutter auf
Ein Gremium von fünf islamischen Richtern hob das Urteil vom März 2002 mit der Begründung auf, im Prozess habe es Verfahrensfehler gegeben. Amina Lawal habe nicht ausreichend Gelegenheit gehabt, sich zu verteidigen.
• CHRISTOPH LINK, KUMASI
Mit einem Lächeln auf den Lippen und ihr Kind auf dem Arm verliess Amina Lawal den Gerichtssaal. Ein islamisches Berufungsgericht in Katsina, einer der Hauptstädte der 36 Bundesländer in Nigeria, hatte ihrem Berufungsantrag stattgegeben aus formaljuristischen Gründen. Sie habe nicht ausreichend Gelegenheit für eine umfassende Verteidigung gehabt, sagten die Richter.
Für Amina Lawal hatten sich weltweit Frauenverbände und Menschenrechtsorganisationen eingesetzt, denn es war nach Safiya Husaini der zweite Fall in Nigeria, in dem eine Mutter gesteinigt werden sollte, nur weil sie ausserehelich ein Kind gebar. Auch Husaini wurde später freigesprochen.
Der Norden des reichen Ölstaates Nigeria ist muslimisch. Mit der Einführung des Strafrechtskatalogs der Scharia im Jahr 2000 in zwölf nördlichen Bundesstaaten Nigerias setzten schwere Spannungen zwischen den Muslimen und den Christen des Landes ein, von denen jede Gruppe ungefähr die Hälfte der 120 Millionen Einwohner stellt.
Das Thema Scharia war zeitweise stark mit Emotionen belastet und bei Demonstrationen und anschliessend blutigen Krawallen starben innert dreier Jahre rund eintausend Menschen. Die Austragung des Miss-World-Wettbewerbes in Nigeria wurde von fanatischen Muslimen verhindert. Entsprechend vorsichtig versuchten Tribunale und die Bundesregierung mit dem heiklen Fall von Amina Lawal umzugehen.
Besonders makabre Umstände
Mehrfach wurde das Berufungsverfahren vertagt, mehrfach mahnten auch Menschenrechtsverbände, gut gemeinte Kampagnen in westlichen Staaten zugunsten von Amina Lawal zu unterlassen, da sie mehr schadeten als nutzten. Lawal, die angab, sie werde sich einem Urteil Gottes beugen, hatte die letzten Monate in ihrem Heimatdorf Kurami rund 180 Kilometer südlich von der Landeshauptstadt Katsina zugebracht. Sie war nicht inhaftiert.
Der Fall der geschiedenen Amina Lawal hatte wegen seiner makabren Note besondere Aufmerksamkeit erregt. Nach der Scharia ist es für Frauen während einer gewissen Frist verboten, auch nach der Scheidung vom Ehemann mit anderen Männern Geschlechtsverkehr zu haben. Als Amina Lawal jedoch nach ihrer Scheidung schwanger wurde und ein Kind gebar, dessen Vater offenbar nicht der Ex-Ehemann war, genügte dies im März 2002 einer islamischen Erstinstanz für ein Urteil auf Tod durch Steinigung. Ein Berufungsgericht bekräftigte im August 2002 das Urteil und ergänzte, dass die Steinigung erst im März 2004 erfolge solle, wenn das Kind ausgestillt sei.