In Antwort auf:135 Scheitern des jüdischen Aufstandes unter Bar Kochba. Juden wurden vertrieben.
Und was war dazwischen?
Ich hoffe ich kann deinem Geschichtsverständnis etwas Neues hinzufügen. Die Juden waren die ersten mit nur noch einem Gott. 135 nChr. gab es aber noch keine Muslime. Die werden sich wohl ebenso wie die Christen aus konvertieren Juden und den Anbetern der Naturgottheiten zusammengesetzt haben. Interessant an der Statistik ist, dass es keinerlei Hinweis auf andere Religionen gibt.
Mitte 19tes Jahrhundert: nur noch 12000 Juden in Palästina
Und wer hat da noch so alles gewohnt? Die Zahlen werden dann wohl verschwiegen.
In Antwort auf:Ich fürchte aber, dass diese Frage letztlich so schwierig zu beantworten sein wird, wie die Frage, war die Henne oder das Ei zuerst
Nein, das Problem ist in dieser Bezeihung einfacher, die Henne und das Ei sind in beiden Fällen die Engländer oder genauer die Kolonialherren. Admin kann mich da gerne korrigieren bzw. weiter ausführen. Also meines Wissens nach, war das heutige Palästina/Israel Kolonie der Engländer. Im Nazireich sind viele Juden bekanntermaßen und verständlicherweise geflohen, diese sind in viele Länder u.a. nach Großbritannien eingewandert. Die Engländer konnten, wollten, durfte - die Frage ist nicht so genau geklärt, diese nicht in Großbritannien leben lassen und vielleicht auch ein gutes Werk tun. Daher sind die Engländer gemeinsam mit einer Vertretergemeinde (keine Ahnung wie die hießen) auf die Idee gekommen, dass die Juden wieder in das Land ihrer Vorväter (im biblischen Sinne) zurückkehren sollen. Da das Land aber mittlerweile mehrheitlich von anderen Bewohnern vor allem Andersgläubigen bewohnt war, suchte man sich ein paar Landbesitzer die im heutigen Syrien und der Türkei wohnten und überzeugte sie nach Kolonialherrenart davon, dass sie das sie ihren Landteil an die Juden verkaufen. Dann kam die Einwanderungswelle und es kamen mehr Menschen, als auf diesem und vor allem von diesem Land leben konnten.
Die Kurzfassung des Restes ist, das Stück Land wurde auf einmal zu einem Staat in einem anderen Staat und die Bewohner brauchen Platz und Wasser und nehmen sich immer mehr von den anderen. Vertreiben die Bewohner oder machen ihnen das Leben so zur Hölle, dass diese es vorziehen zu geheh/fliehen. Richten Massaker an und machen den Anführer dann irgendwann zu ihrem Präsidenten und erwarten von den Angehörigen der Opfer, dass sie mit einem Massenmörder verhandeln sollen. Da ist dann der Anfang vom Konflikt und deshalb gibt es auch keine Patentlösung.
Afganistan ist ein anderes Thema und ebenso kompliziert. Nach 30 Jahren Krieg mit den Russen würde ich die Ursache nicht beim Islam suchen, sondern wohl eher darin, dass die Menschen gegen Gewalt abstumpfen bei ständiger Gewalt.
Und du solltest vor allem nicht vergessen, dass der Islam oft als Deckmantel für eigene Machtansprüche mißbracuht wird. Ebenso wie das Christentum für die Inquisition oder die Kreuzzüge. Rassenfragen für Weltherrschaftsansprüche usw..
damit du deinen Frieden hast. Ich verzichte dankend auf Unterstellungen und Vermutungen über mein Wissen und ähnliches. ICh hoffe das stützt jetzt deine These, dass ich klein beigebe (ich bin nur weiser geworden und habe im Laufe der Zeit gelernt, dass nicht jede Diskussion zu einem Ziel führt).
Du hattes Fragen und nicht ich, wenn du also keine Frage hast, sondern das Wissen - dann frag nicht, sondern lass andere an deinem Wissen teilhaben.
du versuchst offensichtlich "Eulen nach Athen" zu tragen. Mich musst du nicht überzeugen und eine Diskussion macht keinen Sinn, wenn beide Parteien derselben Meinung sind.
In Antwort auf: war das jetzt die schuld der anderen ?
Welche Schuldfrage und warum überhaupt die Schuld bei jemandem suchen ?
Deine Argumantation mit den Adjektiven hinkt etwas. Den Zustand oder die BEschaffenheit eines Menschen oder einer Situation mit einem Wort umschreiben zu können, hat nichts mit dem eigentlichen zu tun.
Wenn ich dich nicht verstehe, dann wirst du es mir wohl erklären müssen worauf du hinaus willst.
dein Text verwirrt mich etwas, weil er einerseits viele Fragen enthält und andererseits auch Argumente, die überzeugen sollen, kein haram zu begehen.
Das es zu allem ein Gegenstück, bei dir Adjektive, gib, heißt in meinen Augen nicht, dass man es auch nutzen muss. Nur weil unsere Sprache und unsere Erfahrungen die Existenz eines Gegenteils zulässt, ist es deswegen nicht richtig. Ein Beispiel, es gab früher die Pest, gibt es dank geänderter Lebensumstände und der Medizin heute nicht mehr. Zu wissen und zu sehen, dass etwas verbessert oder geändert wurde, weil man den Fehler oder die Ursache erkannt hat, ist ein Geschenk an Menschen die einen eigenen Verstand und Willen haben.
In Antwort auf: gott hat nicht gesagt, dass wir die sachen, die haram sind beachten können, aber nicht müssen.wer kommt dann also alles in die hölle ? hat gott die hölle umsonst erschaffen ? Wo sind dann die GRENZEN ?
Er kann uns im Diesseits nicht zwingen, zumindest nicht offensichtlich, wenn wir seine Regeln nicht befolgen. Es gibt keine Grenze, bis hierher und nicht weiter. Du hast zu lange in Deutschland gelebt, man kann etwas nicht herbeidiskutieren und für richtig erklären, was verboten und falsch ist. Stell dir vor, du würdest jemanden töten - es ist haram und egal wie lange man darüber redet und deine Motivation und Gründe diskutiert, es wird deswegen nicht weniger haram.
kannst du deine Fragen bitte noch etwas genauer formulieren, dann wäre die Antwort einfacher. Ich versuche es trotzdem erst einmal.
In Antwort auf: 1. woher will die person wissen, ob sie später noch lebt. sie könnte uns morgen schon verlassen.
Das ist nur eine Ausrede und die Hoffnung, dass man nicht selber verantwortlich ist. Wenn dir jemand diese Antwoer gibt, dann stell ihm genau dieselbe Frage "Was wenn du heute Nacht stibst!"
In Antwort auf: 2. warum sollte gott jemanden verzeihen, der haram began.
- weil er es unwissentlich begangen hat - weil er aus ganzem Herzen bereut und sich schämt
Es gibt sicher noch einige Gründe. Ich persönlich denke, dass für Taten die absichtlich begangen wurden mit dem Hintergedanken, Allah verzeiht mir schon - dafür wird er uns nicht verzeihen.
In Antwort auf: 3. woher weiß die person ob gott ihr verzeiht? was ist wenn nicht !? hat sie schon mit gott abgesprochen ?
- die Person hofft es zumindest, ansonsten müsste sie ja ihr Leben ändern und das ist unbequem - wenn nicht .............. wahrscheinlich jammern und sich ungerecht behandelt fühlen - also das Gespräch verneine ist mal klar, ansonsten würde die Person an Allah glauben und auch kein haram begehen.
Das waren jetzt sehe allgemeine Aussagen, aber ich hoffe sie bringen dich weiter, ansonsten frag einfach.
"Siedler" - ist für mich ein Begriff, dass Menschen auf ihrem eigenen (gekauften oder ehrlich erworbenen) Land sich eine Existenz aufbauen. Das der Boden erobert oder besetzt war, ist ihnen sicher klar gewesen. "Vertrieben" - s.o. - wenn ich auf andere Menschen Besitzt lebe, dann muss ich damit rechnen, dass diese es irgendwann wieder wollen.
Mich wundert, dass die Israelis erst das Land besiedeln lassen (wahrscheinlich um Fakten zu schaffen, wem das Land nun gehört) und es dann räumen. Warum tun sie so etwas, dass macht mir Sorgen. Es sieht für mich nach einem Burgfrieden aus.
...also realistisch gesehen ............ die "vertrieben" Siedler werden Front machen, weil auch Ihnen "Unrecht" geschehen ist. DIe Gewaltspirale wird weiter gehen, jetzt auf beiden Seiten.
In 50 Jahren ......... wenn Sie vernünftig wären und ihren Verstand einschalten, dann gibt es zwei Länder und jeder kann sich aussuchen wo er leben will. .............. aber unwahrscheinlich
.... und was wolltest du mit diesem Artikel mitteilen ?
Ein Zeichen für Verständigung und Toleranz setzen ?
sorry, aber weder die Kirche (die sicher noch einige andere Dinge gemacht hat im letzten Jahrtausend) noch die Ideen und Taten der Gläubigen (zumindest nennen sie sich Christen) sind das Christentum und wie man mit solchen billigen Vorurteilen sich selber ins Rechte Licht setzt, dass müssen die Muslime jeden Tag erleben. Ist das ein Grund mit denselben billigen Propagandamitteln zurück zu schlagen. Sollen sich die Christen ihr Leben lang schämem für die Taten ihrer Vorgänger und der Kirche - so mal locker eine Sippenhaft in Kauf nehmen ? Es tut mir leid, aber ich finde solche Ausbrüche und Anklagen mehr als schädlich. Die meisten dieser Vorwürfe kann man Muslimen (ich sage jetzt bewußt nicht, dem Islam) auch machen. Der Glaube ist in beiden Fällen (Islam und Christentum) nicht das Problem, es sind die Menschen.
P.S. Man wird nicht größer, in dem man andere klein macht. (Denk mal darüber nach)
Man muss ja seine Meinung auch nicht begründen, sondern kann sie als kurzen Ausruf in die Menge zum "Status quo" erheben - tja, also dein Interesse an Multikulti oder einem Zusammenleben ist zumindest deutlich demonstriert.
Babette
P.S. Glückwunsch, dass du die Diskussion aus dem Mittelüunkt des Interesses gebracht hast um unser Augenmerk auf dich zu richten.
In Antwort auf: recht des kindes zu wissen wer der Vater ist ist ja auch nicht gegeben wenn der vater einfach die biege macht etc.. es kann warten (oder muss) bis es selsbständig die suche aufnehmen kann und los legen. das muss man als mehr als wunsch als als recht betrachten.
............. na ja, es ist immer dasselbe - es geht eigentlich nur um Geld und das sich einer findet, der das Kind ernährt und der liebe Staat geschont werden soll (meine persönliche Meinung) - denn wenn der Vater sagt, ich bin es nicht, dann wird der Test per Gericht angeordnet und es kann zur Zwangsentnahme von DNA kommen - damit der Vater ermittelt wird. Ich rede von dem Recht darauf zu wissen, wer sein Vater ist und wo seine Wurzeln sind - rein genetisch, nicht von sich um sein Kind kümmern - das ist ein anderes Thema
Das Gesetzt ist in meinen Augen nicht einmal ansatzweise durchdacht und benachteiligt wieder einmal einige.
Ich stelle mir mal vor, wie ein Mann nachweisen will, dass er einen Verdacht hat - das das Kind nicht von ihm ist - das dürfte schwer sein, außer optische Merkmale sind so offensichtlich, dass es selbst ein Blinder sieht.
was ist eigentlich mit dem Recht des Kindes zu wissen wer sein Vater ist - fiel mir gerade so ein.
Das der Test nicht zugelassen wird, eine Seite - aber für ein Kind zu zahlen, dass nicht meins ist .............. macht sich die Frau nicht auch strafbar, wenn sie einen Vater angibt, der nicht der Erzeuger ist ?
Also irgendwie sieht die Entscheidung lächerlich aus und ist vom logischen Standpunkt nicht zu verstehen - aber darin sind wir Deutschen ja meister. Wir schützen die Rechte des einen und beschützen oft genug das Unrecht des anderen. Je nachdem wer zuerst zum Gericht geht. Es lebe der Menschenverstand.
also du bringst das Gebäck mit und ich spendiere den Tee - die Koordinierung des Termins kannst du auch gerne übernehmen - Admin ist immer so schwer dingfest zu machen und Veritas auch .
In Antwort auf: Wenn ich jederzeit sagen würde "Ja, so ist es, du hast recht", wäre das doch langweilig, oder? (Sag jetzt bitte nicht: "Ja so ist es, du hast recht"!!!)
Warum sollte das langweilig sein - ich habe gerne recht und wenn ich keins habe, dann diskutiere ich eben, bis das erstere in Kraft tritt - ich bin eben eine Frau .
In Antwort auf: Diese Antwort akzeptiere ich voll und ganz als deine Meinung, die ich respektiere. Was sagst du nun?
Welche andere Wahl hättest du denn ? sie ist subjektiv, also nicht diskutabel.
So dann mal etwas kürzer (ich gebe mir zumindest Mühe). Der "weiße Mann", die Muslime, Araber bla bla bla ........ sie alle haben ihre dunklen Seiten in der Geschichte, aber was sich gerade die sogenannte "erste Welt" erlaubt ist ein Hohn. Wir reden davon, dass z.B. die afrikanischen Staaten sehr viele Schulden haben und wir ihnen helfen müssen ................ mir zieht sich persönlich immer ein zynisches Grinsen ins Gesicht dabei .................. wir (erste Welt) beuten jahrhundertlang diese Länder aus, nehmen uns was wir wollen und reden am Ende davon, dass sie uns etwas Schulden ? Was denn bitte ? Ihre Menschenwürde, Ihre Freiheit, Ihre Kultur, Ihre Identität ............ Sehen wir uns doch in der Welt um, die Arroganz der ersten Welt ist kaum noch zu toppen, wir leben in unseren "Demokratien" und denken, dass unsere Art zu leben "Der Stein der Weisen ist". Wir verbitten uns Kritik und weisen immer wieder darauf hin, dass an den Fehlern und Verbrechen die unsere Vorfahren in der Geschichte begangen haben, wir ja keine Schuld haben. So gesehen haben wir die auch nicht, aber wir setzen es mit subtileren Mittel fort. In wie vielen dieser dritte Welt Länder herrscht Chaos, Armut und eine Zweiklassengesellschaft, weil sich erste Welt Länder das Recht heraus nehmen, ihren eigenen Vorteil zu sichern. Ich bin mir nicht sicher, wie schlimm Deutschland direkt es treibt, aber sehen wir unsere Nachbarn - Frankreich - , sie versuchen alles um "IHRE" Kolonien weiter zu behalten, die Freiheit ist doch nur auf dem Papier. Unsere Denken, was wir durch unsere Außen - und Wirtschaftspolitik betreiben und manifestiere, zeigt doch eindeutig, dass wir uns für die "besseren Menschen" halten. Wir schaffen es also nicht einmal das "Andersein" bzw. "Andersdenken" von Menschen zu akzeptieren, die in einem anderen Land leben (aus wirtschaftlichen Erwägungen) und da wollen wir ernsthaft darüber reden, warum wir das nicht akzeptieren können, wenn diese "Untermenschen" ohne Bildung, Kultur usw. (ist zynisch gemeint) in unserem Land leben. Mein Vorschlag als Deutsche, Europäerin, Muslima, Mensch - wir sollten anfangen uns selber in Frage zu stellen und unsere Werte, bevor wir über andere ein Urteil fällen. Wir wären lange beschäftigt und vielleicht, würden wir am Ende feststellen, dass die "Anderen" uns gar nicht so unähnlich sind oder das sie ein Recht habe, so zu leben wie sie es tun.
In Antwort auf:Ich sehe in diesem Fall nicht, dass der Mann der Frau irgendwelchen Schaden zufügen würde. Wenn die Frau gesagt hätte: Ich entscheide mich für meinen Vater, dann hätte er sie sicherlich schweren Herzens "gehen lassen". Was ich an diesem Beispiel für problematisch halte, war die Bevormundung des Vaters, der - in meinen Augen - weniger um das Seelenheil seiner Tochter besorgt war (da er ja selbst eher weniger religiös war), sondern eher seinen Besitzanspruch geltend machte.
Sie hat in meinen Augen, dasselbe Recht wie ich - ist auch keine Frage.
Den Schaden, der "nur" rein ideell, im ersten Moment erscheint -wenn einem das dann wichtig ist- haben sowohl Veritas, wie auch ich schon versucht darzustellen. Sie hat nicht gesagt, ich entscheide mich für meinen Vater - aber sie hat auch nicht gesagt, ich entscheide mich für dich. Man kann ja immer nur urteilen mit dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen, aber ich denke, wenn sie sich sicher gewesen wäre, dann wären ihr die irdischen Folgen egal gewesen. Es ist in vielen Fällen einfacher eine Entscheidung, des Menschen den man liebt, hinzunehmen, wenn man die Schuldfrage einer dritten Person unterstellen kann. Fakt ist, dass die Liebe offenbar nicht ausgereicht hat oder was waren die Gründe für die Trennung ?
Für mich steht außer Frage, dass der Vater das Richtige versucht hat, wenn auch aus den falschen Motiven und in einer Art die ich verurteile. Was ist schlimmer, das Richtige aus den falschen Gründen zu tun oder das Falsche aus den richtigen Gründen ? Er ist verpflichtet für seine Tochter einen guten Muslime als Mann zu finden, dass allein ist die Bedingung, die als Kriterium zugelassen ist. Da der Mann kein Muslim war ................ - vielleicht hatte er wirklich religiöse Gründe, wer will das beurteilen ?
Aber wir drehen uns mit der Diskussion im Kreis und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, verbessere mich wenn ich mich irren sollte (obwohl irren ist männlich), dass du nur eine Antwort akzeptieren wirst, wenn sie dann, in deinem Sinne ausfällt.
Und dann fiel mir da noch etwas auf.
In Antwort auf: Wenn wir über Toleranz reden, dann sollten wir (war zumindest die Absicht meines Eingangsthemas) die heutige Situation betrachten. Und darüber reden, wo Toleranz anfängt und wo sie endet und wie sie im praktischen Zusammenleben gehandhabt wird und gehandhabt werden könnte.
Wir sollten einfach mal aufhören über Toleranz zu reden, dieses Wort hat für mich einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Die Wortbedeutung des Fremdwortes »Toleranz« umfasste - ausgehend vom lateinischen »tolerantia« - ursprünglich die »Duldung«, auch die »Duldsamkeit«, besonders in Sachen der Vernunft und des Glaubens. http://www.juelicher-gesellschaft.de/50217095860e27a05/5021709586140ea5b/50217095870adbb03/ Der Artikel ist sehr interessant.
Und wie dargestellt sehe ich es dann auch, ich will nicht erduldet werden. Wir sollten uns vielleicht einfach als Ziel setzen nicht zu dulden (tolerieren) sondern zu akzeptieren.
In Antwort auf: Vielleicht verlange ich zuviel. Der Mensch kann nunmal aus seiner Haut nicht raus. Ich gebe zu, dass es problematisch ist, als Nichtmoslem einen Moslem zu fragen, was er über den van-Gogh-Mord denkt, da er sich wohl immer in eine Verteidigungsposition begibt, als würde ich ihm selbst die Schuld an diesem Mord in die Schuhe schieben (das habe ich inzwischen mehrfach erfahren). Die Diskussion scheint inzwischen in gegenseite Schuldzuweisungen abzudriften, was nicht meine Absicht war. Vielleicht wäre es auch konstruktiver, dieses Gespräch in einer etwas entspannteren Atmosphäre fortzusetzen mit Kaffee und Gebäck oder so!
Also vorweg, die Einladung ist angenommen . Vielleicht formulierst du auch deine Frage einfach falsch. Ich persönlich fühle mich nicht schuldig - Ende. Diesen Mord kann ich nur verurteilen, wogegen ich auch die Arbeit dieses Menschen verurteile, der ohne die geringsten Werte auf die religösen Gefühle andere legte, seinen geistigen ... (mit fällt dazu kein nettes Wort ein), als Kunst getarnt unter die Menschen zu werfen versuchte. Ich denke aber, dass eine Diskussion darüber was Kunst ist und was nicht diesen Rahmen sprengen würde. Für mich ist das keine Kunst. ( meine rein subjektive Meinung ).
In Antwort auf: Wenn es denn so einfach wäre. Ich wundere mich halt, dass die Schuld hier immer nur beim Mann oder vielleicht noch bei der Frau gesehen wird und niemals beim Vater. Meine Fragen waren deshalb auch eher rhetorischer Natur. Ich selber habe mir die Antwort schon längst gegeben (und der Freund von mir, der sich mit diesen Fragen herumschlagen musste, ebenso). Warum ich das dann überhaupt gefragt habe? Weil ich einige Probleme aufzählen wollte, die in einer multikulturellen Gesellschaft zwangsläufig auftreten. Wir können diese Probleme nicht alle lösen, aber wir sollten sie auch nicht ignorieren. Intoleranz geht nicht nur von einer Seite aus, wie viele - ob Moslem oder Nichtmoslem - das gerne hätten, weil es so schön einfach ist.
Genau diese Antworten würden mich interessieren. Solange der Vater das Recht auf seiner Seite hat, ist er fein raus. Also theoretisch wäre es sicher interessant zu wissen, wie die Entscheidung ausgefallen wäre, wenn dein Freund konvertiert wäre - sollte die Ablehnung immer noch vorhanden sein auf seiten des Vaters? - Aber ein was wäre wenn Gespinnst brauchen wir eigentlich nicht, solange wir noch genügend reale Probleme beim Zusammenleben und der Akzeptanz zwischen Muslimen und Nichtmuslimen haben.
Die meisten Fragen wurden ja schon durch Veritas beantworte (habe ich eigentlich mal erwähnt, dass ich seine Erklärungen liebe und ihm stundenlang zuhören bzw. lesen könnte ), deswegen gehe ich nur auf einen Teil ein.
In Antwort auf: Die Grundaussage deines Beitrags unterscheidet sich meiner Ansicht nach sehr stark von allen anderen hier gebrachten Äußerungen bezüglich des multireligiösen Zusammenlebens. Meiner Meinung (die keineswegs Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt) nach kann ein Zusammenleben nur funktionieren, wenn alle Seiten Verständnis und Bereitschaft zeigen, aufeinander zuzugehen. Wie ich dich jetzt verstehe, forderst du aber lediglich von "den anderen" Verständnis und bist nicht bereit, auf sie zuzugehen (korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Dies ist genauso problematisch wie die Forderung "Integriert euch gefälligst!" von einigen kurzsichtigen Politikern.
Du hast mich eigentlich verstanden, ich würde es nur noch anders formulieren. Es geht nicht darum das sich einer anpasst, integriert oder das er, das Verständnis hat, sondern das man einfach damit leben lernen muss, dass andere Menschen einen anderen Anspruch an das Leben haben. In meinen Augen liegt ein großes Problem bei der ganzen leidlichen Diskussion darin, dass WIR (Erste-Welt-Staaten) den anderen gerne aufdrücken, wie man zu leben hat und wie man glücklich zu sein hat. Es schein außerhalb jeglicher Vorstellungskraft zu liegen, dass mit einem Kopftuch und all den "Unanehmlichkeiten" die der Islam (ist nur ein Beispiel, ich könnte auch irgendwelche Beispiele von "primitiven" anbringen) zu bieten hat, leben kann und glücklich ist. Ich verlange von niemandem, dass er meine Art zu Leben versteht oder gut heißt, weil es MEIN Leben ist und meine Entscheidung - ich brauche keinen Segen irgendwelcher Politiker, sondern ich will mein Menschenrecht haben und dies ist so zu leben, wie ich es will solange ich niemandem damit Schaden zufüge.
Die Muslime haben unweigerlich viel mehr Kontakt mit Kant, dem Christentum usw. weil sie erstens hier die Schule besuchen und in einer Gesellschaft aufwachsen, die geprägt ist von diesen Werten.
In Antwort auf:Ich glaube, du hast mich falsch verstanden. Die beiden waren sich damals durchaus einig ("Lass sie gehen" klingt ja fast schon nach Freiheitsberaubung), dass sie ein Leben zusammen führen können. Der Mann (übrigens Theologiestudent, also weit davon entfernt eine andere Religion anzunehmen) hat sich natürlich auch mit dem Islam befasst und auch Muslime gefragt. Es gibt auch unter Muslimen durchaus die Ansicht, dass Partner mit beiden Religionen heiraten können. So einfach, wie du es darstellst, scheint es also nicht zu sein. Der einzige, der Schaden angerichtet hat, war der Vater der Frau. Ich kenne ihn nicht, aber nachdem, was ich so gehört habe, geschah das wohl weniger aus religiösen Motiven als vielmehr aus jener reaktionären Borniertheit, die auch Siak schon angesprochen hat.
Nein, es ist keine Feiheitsberaubung, sondern er aus dem Sinn heraus geboren, dass man dem Menschen den man liebt keinen Schaden zufügen will. Welche Folgen es für die Muslima hat, wurde ja schon augeführt.
In Antwort auf: Eine meiner Fragen war ja deshalb auch: Was kann ich selber tun, damit ein Zusammenleben verschiedener Kulturen oder besser gesagt Religionen (denn das ist wohl das größere Problem) funktioniert? Was die anderen machen sollen, ist immer recht schnell und einfach formuliert, aber auf das eigene Handeln hat man ja bekanntlich einen weitaus stärkeren Einfluss als auf das der anderen.
OK, du kennst mich nicht und auch meine Art wie ich damit umgehe, dass erschwert einiges. Aber ich versuche immer nach dem Grundsatz zu handeln : "Behandle jeden Menschen, wie du wünscht behandelt zu werden, wenn du in derselben Situation steckst."
Dann will ich dich mal nicht länger von deiner Arbeit abhalten - einen schönen Tag noch.
In Antwort auf: Ja und nein. Ja insofern, als dass es darum geht, dass der Vater in beiden Fällen etwas gegen jemanden hat, der einem anderen Kulturkreis bzw. einer anderen Religion entstammt. Nein, weil es in diesem Beispiel (es handelt sich um ein Islam-Forum, in dem Andersgläubige nur zugelassen sind, wenn sie Fragen zum Islam haben, mich wollte man dort nicht aufnehmen) um religiöse Grundsätze ging und nicht um Rassismus. Hier wurde eine Liebe buchstäblich verteufelt und zwar nicht vom Vater selbst, sondern von einem Außenstehenden, der um Rat gefragt wurde und dem die Zukunft des Paares ja im Prinzip egal sein könnte. Wer Foren dieser Art durchstöbert (die sich "Islam-Forum" nennen und nicht etwa "Kulturkampf-Forum"), um sich über den Islam zu informieren, dessen Meinung kann natürlich sehr leicht durch sowas beeinflusst werden. Das war es, was ich damit sagen wollte.
Um deine Frage zu beantworten, sie haben recht - selbst wenn die Art wie sie es mitgeteilt haben nicht sonderlich höflich gewesen war. Ein Muslima darf nur einen Muslim heiraten. Der Grund : Das Ziel einer Eheschliessung ist, zu einem großen Teil, die Familienplanung. Der Vater hat die Pflicht seinem Kind die Grundsätze des Islams beizubringen und es in diesem Sinne zu erziehen. Theoretisch dürfte es den anderen egal sein, was die beiden machen - praktisch darf es das aber nicht, weil ein Muslim verpflichtet ist, seine Brüder und Schwestern auf ihre Fehler aufmerksam zu machen. Du siehst also, dass diese Menschen richtig gehandelt haben - auch wenn die Art nicht schön gewesen sein mag.
In Antwort auf:Insofern frage ich mich, wie kann ein Außenstehender differenzieren, was nun zum Islam gehört und was nicht? Den Koran lesen? Das allein hilft wohl nicht, der ist nicht leicht zu verstehen und bedarf einer Interpretation. Bild oder Spiegel lesen? Wohl auch nicht. "Islam-Experten" befragen? Es gibt zwar viele, die sich so nennen, aber jeder sagt was anderes und nicht wenige sind umstritten. Islam-Foren im Internet durchstöbern? Wer vorher keine Vorurteile hatte, wird sie dabei bestimmt bekommen, deshalb halte ich mich von diesen Foren inzwischen fern.
Ich halte es für sinnvoll den Koran als erstes zu lesen, denn auch ohne Interpretation wird jedem auffallen, dass da andere Dinge stehen, wie im allgemeinen vermutet wird. Aber es ist natürlich auch anstrengend und das ist es, was die meisten Menschen davon abhält - es ist nämlich überhaupt kein Interesse da, die "ANDEREN" zu verstehen. Falls du eine Empfehlung willst - es gibt eine Koranübersetzung aus dem reclam Verlag, sie hat sehr viele Anmerkungen und auch geschichtliche Informationen.
In Antwort auf: Was würdest du einem Mann raten, der eine Beziehung mit einer Muslimin hat, von der der Vater nichts wissen darf, da er seine Tochter sonst verstoßen würde? Dies ist im umgekehrten Fall ein kleineres Problem, da die Familienbande im "westlichen Kulturkreis" weniger eng geknüpft sind, ein Bruch mit dem Vater hätte weniger schlimme Konsequenzen (auch wenn es natürlich traurig wäre). Könnte man mit dem Koran begründen, dass der Vater nicht recht handelt?
Lass sie gehen, wenn du weißt, was es für Konsequenzen für sie hat und welchen Schaden du anrichten kannst - denn auch du wirst eines Tages dafür zur Verantwortung gezogen oder liess den Koran, rede mir Muslimen und finde heraus, ob du diese Religion annehmen könntest. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wirst du diese Frau auch niemals lieben können, denn es ist ein Teil von ihr.
Wir haben uns ja letztens im Chat getroffen und ich muss dir sagen, dass auch du einige Vorurteile pflegst - denk einfach mal darüber nach. Wir haben über meinen Glauben diskutiert und wie ich dazu gekommen bin und warum ich mich so entschieden habe. Du hast mich mitten in der Diskussion gefragt, ob ich mit einem Tunesier verheiratet bin - da sollte ich wohl in einer Schublade landen ? (mein persönlicher Eindruck)
Wenn du wirklich mal von anderen Ufer aus schauen willst, dann solltest du dich in die Lage dieser Menschen versetzen und versuchen zu verstehen - und im Zweifelsfall hilft nur fragen, warum es so ist. Vielleicht schaffst du es sogar mit solchen Fragen, die Menschen zum Nachdenken zu bringen.
Ich kann dir sagen, dass es verdammt schwer ist in diesem Land zu leben, wenn man hier nicht geboren wurde. Auch wenn ich als Deutsche und in Deutschland geboren wurde - es war die DDR und es war ein anderes Land. Du stößt auf Vorurteile, jeder weiß besser Bescheid, wie die Menschen die in diesem Land geboren und gelebt haben. In meinen Augen ist dies, dass größte Problem der Deutschen, sie denken immer alles zu wissen - und das nur aus der Einbildung heraus, dass ihnen in einem Wohlstandsland, das eine Pressefreiheit hat und alle technischen Möglichkeiten auch alle Wege offenstehen um sich zu informieren. Leider informieren sie sich aber nicht - sie nutzen also ihre Möglichkeiten nicht.
@Siak
Also ich halte dich für ziemlich integriert und das nur aus dem Grund, weil ich mit dir reden kann und fragen kann, warum du so handelst wie du es tust. Du hast die Grundvoraussetzung geschaffen für ein gesellschaftliches Zusammenleben und das ist eine Ebene der Kommunikation. Mehr braucht es nicht.
Daily Hadith Raqam 53 Mittwoch, 25. Schawwâl 1425 Mittwoch, 8. Dezember 2004
Jubair Ibn Nutim (ra) berichtet: Allahs Gesandter hat gesagt: "Zu uns gehört nicht, wer zu (falschem) Zusammenhalten aufruft, und zu uns gehört nicht, wer wegen (falschem) Zusammenhalten kämpft, und zu uns gehört nicht, wer um des (falschen) Zusammenhaltens willen stirbt."
(Abu Dawud)
Ich verstehe den Sinn nicht so ganz, denn was ist nun falsch und richtig ? Hoffentlich kann mir dafür jemand ein paar Erklärungen liefern oder Lesarten.